Heilpraktiker – Gesundheits Notdienste

Daran erkennen Sie einen guten Heilpraktiker

  • Die Praxis sollte sauber, aufgeräumt und störungsfrei sein.
  • Der Heilpraktiker Ihres Vertrauens sollte eine Ausbildung absolviert haben.
  • Es sollten Weiterbildungen stattgefunden haben, denn die Medizin, auch in der Naturheilkunde entwickelt sich sehr schnell weiter.
  • Während des Erstgespräches (Anamnese genannt) sollten Sie aussprechen können, damit sollten keine Störungen wie lästige Telefonate oder andere störende Faktoren eintreten.
  • Während der Anamnese sollten Notizen vom Heilpraktiker erfolgen!
  • Sie sollten auch das Gespür haben, das medizinische Kenntnisse vorhanden sind.
  • Vor einer Behandlung ist es wichtig Ihnen, als Patienten genügend Bedenkzeit einzuräumen. Dabei ist es unabhängig ob Sie sich nach 5 Minuten bereits entschieden haben oder sie noch eine oder mehrere Nächte darüber schlafen wollen.
  • Jede Behandlung muss unter Ihrem freien Willen geschehen, also ohne Druck auf den Patienten auszuwirken.
  • Es sollte mit Ihnen besprochen werden, besser noch schriftlich festgehalten werden, welche Kosten auf Sie zukommen werden.
  • Körperliche Berührungen dienen ausschließlich des Behandlungszieles.
  • Schweigepflicht und Datenschutz sind immer einzuhalten.
  • Aufklärung über spezielle Risiken vor der Behandlung sind grundlegend.
  • Aufklärung auch über eventuelle Nebenwirkungen eingesetzter oder verordneter Medikamente.
  • Fällt der Heilpraktiker ihres Vertrauens aus privaten oder gesundheitlichen Gründen aus, so sollte er Ihnen stets eine Vertretung nennen können.
  • Es sollte ebenso Aufklärung über andere mögliche Behandlungsformen gegeben werden.
  • Sorgfaltspflicht gegenüber dem Patienten- kommt der Heilpraktiker an seine Grenzen und teilt Ihnen dies mit, so sollte dies als positiv gewertet werden.
  • Bei infektiösen Krankheiten besteht Meldepflicht beim Gesundheitsamt (Tollwut, Botulismus, Cholera, Masern und viele weitere Krankheiten gehören dazu)
  • Ebenso besteht Behandlungsverbot bei sexuell übertragbaren Krankheiten, sowie bei Keuchhusten, Mumps, Windpocken, Scharlach und weiteren Krankheiten.
  • Das Herstellen von Medikamenten bedarf einer besonderen Erlaubnis
  • Keine irreführende Werbung zum Beispiel von Arzneimitteln oder eigener undurchsichtigen Behandlungsmethoden ist verboten.
  • Niemand kann Meister in allem sein, daher ist es wichtig, dass ein Heilpraktiker ein Fachgebiet oder mehrere Fachgebiete hat. Jedoch sollte das Namensschild nicht voller Behandlungsmöglichkeiten sein, denn niemand kann ein Meister in allem sein.

Abrechnung
Die Tätigkeit des Heilpraktikers basiert auf einem Behandlungsvertrag mit dem Patienten.
Nach § 630a BGB ist die Höhe der Vergütung der freien Vereinbarung zwischen Heilpraktiker und Patient überlassen.

Als Heilpraktiker wird in Deutschland bezeichnet, wer die Heilkunde berufs- oder gewerbsmäßig ausübt, ohne als Arzt oder Psychologischer Psychotherapeut approbiert zu sein (§ 1 Heilpraktikergesetz). Die Ausübung der Heilkunde als Heilpraktiker bedarf in Deutschland der staatlichen Erlaubnis. Der Heilpraktiker übt seinen Beruf eigenverantwortlich aus und zählt zu den freien Berufen im Sinne von § 18 Einkommensteuergesetz.

Das Berufsbild des Heilpraktikers umfasst die allgemeine Heilkundeausübung und wird durch die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“ ausgedrückt. Vom Arzt oder Psychotherapeuten unterscheidet ihn, dass keine akademische Ausbildung vorgeschrieben ist. Seine Befugnisse sind durch Gesetze und Verordnungen gegenüber denen des Arztes eingeschränkt. So ist es nicht möglich, verschreibungspflichtige Medikamente zu verordnen oder Geburtshilfe zu betreiben oder gemäß Infektionsschutzgesetz bestimmte Infektionskrankheiten zu behandeln. Heilpraktikern ist ohne Einschränkungen die Ausübung der Psychotherapie und Physiotherapie gestattet, jedoch nicht unter der geschützten Bezeichnung Psychotherapeut (§ 1 PsychThG). Personen mit nur beschränkter (sektoraler) Erlaubnis zur Heilkundeausübung ist die Ausübung der Heilkunde auf die erlaubten Bereiche beschränkt.

In Deutschland arbeiten ca. 43.000 Heilpraktiker. Es gibt verschiedene Verbände, in denen die Heilpraktiker organisiert sind.

Ausbildung
Heilpraktiker ist als Ausbildungsberuf in Deutschland nicht gesetzlich geregelt. Es gibt weder eine vorgeschriebene Regelausbildung noch eine staatlich geregelte Prüfung. Die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne als Arzt approbiert zu sein, ist aber nach § 1 Abs. 1 HeilprG nur mit einer staatlichen Erlaubnis zulässig. Für die Erlaubniserteilung sind die Landesbehörden zuständig, die sich nach den jeweiligen landesrechtlichen Durchführungsbestimmungen richten.

Tätigkeitsfelder und Methoden
Heilpraktiker mit Vollzulassung dürfen körperliche und seelische Leiden feststellen und eine eigene Therapie auch mit körperlichen Behandlungen durchführen. Sie wenden für Diagnose und Therapie häufig Methoden der Naturheilkunde oder der Alternativmedizin an. Verschreibungspflichtige Medikamente und Betäubungsmittel dürfen sie nicht verordnen. Generell kann jeder Heilpraktiker diejenigen Verfahren ausüben, die er beherrscht (Therapiefreiheit). Dies können sowohl schulmedizinische als auch naturheilkundliche oder sog. ganzheitliche Verfahren sein. Häufig führen Heilpraktiker mit Vollzulassung Zusatzbezeichnungen wie:

  • Phytotherapie
  • Homöopathie
  • Aromatherapie
  • Chiropraktik und Osteopathie
  • Physiotherapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) z. B. Akupunktur
  • Kinesiologie
  • Bioenergetik
  • Atemtherapie
  • Blutegelbehandlung
  • Ausleitende Verfahren
  • Bioresonanztherapie

mit dem Schwerpunkt (nicht Einschränkung gemeint) auf Psychotherapie auch:

  • Systemische Therapie
  • NLP-Therapeut
  • Autogenes Training
  • Hypnose

Der Patient bezahlt in der Regel die Rechnung für seine Behandlung selbst, bis auf die teilweise Erstattung bestimmter Heilverfahren durch einige GKV und eine größere Anzahl von PKV. Das Behandlungsverhältnis regelt sich demnach auch nicht nach der GOÄ.

Quelle: wikipedia
Quelle: http://heilpraktikerbewertungen.blogspot.de/2014/05/woran-erkenne-ich-einen-guten.html