Schädlingsbekämpfung - Sonstige Servicedienste

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Wespennest auf dem Balkon, oder Mäuse im Haus? Was tun?

Schädlinge im Haus


Zahlreiche Haushalte in Deutschland haben dieses Problem bereits erlebt: Schädlinge breiten sich in der Wohnung aus und vermehren sich dazu oft noch unbemerkt und in erschreckenden Ausmaßen. Die Liste der möglichen ‚Mitbewohner’ reicht dabei von Schaben, Fliegen und Flöhen bis hin zu größeren Tieren wie Mäusen und Ratten. Aber auch Wespen, Tauben und Marder bevölkern immer wieder Balkone, Fenster und Dächer. Verursacht wird ein derartiger Befall zum Beispiel durch mangelnde Hygiene, überquellende Mülltonnen und Schäden in Keller- oder Dachkonstruktionen. Diese Tiere belasten die Gesundheit oft stark, da sie Allergien auslösen können und Krankheiten übertragen. Zudem besteht die Gefahr, dass sie die Bausubstanz des Hauses beschädigen. 

Gut zu wissen:

Schädlinge werden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt und weisen somit auch verschiedene Eigenschaften auf. Hygieneschädlinge sind besonders gefürchtet und umfassen Tiere wie Mäuse, Ratten, Fliegen und Schaben. Aber auch Vorratsschädlinge, die Lebens- und Futtermittel befallen und Motten und einige Käferarten bezeichnen, sind häufig in Häusern anzutreffen. Ameisen und Asseln fallen unter die Lästlinge und können, wie der Name bereits sagt, Hausbewohnern schnell die Nerven rauben. Insbesondere Haustiere sind auch immer wieder von Parasiten, wie zum Beispiel Flöhen betroffen, welche sich rasant vermehren und in sämtlichen Nischen und Ritzen der Wohnungsausstattung leben. Objektschädlinge, wie die bereits erwähnten Tauben, sowie Materialschädlinge wie Käfer runden die Aufzählung ab. Bei dieser Vielfalt wird deutlich, dass ein Befall durch eine dieser Tierarten nicht unwahrscheinlich ist und einer schnellen Lösung bedarf.
Die Wahrnehmung Betroffener variiert bei einem Schädlingsbefall allerdings sehr stark. Was den einen bereits erschaudern lässt, ist für den anderen noch gar nicht bedrohlich. Das Ekelgefühl ist eine ganz individuelle Angelegenheit und kennt unterschiedliche Grenzen. Aber gerade aus diesem Grund sollten Betroffene einen Fachmann hinzuziehen, da dieser am besten einschätzen kann, um welche Schädlinge es sich handelt, welche Auswirkungen sie haben und wie sie bekämpft werden müssen. Manchmal reicht zwar auch der Griff zur Sprühdose oder Mausefalle, aber bei einigen Tieren sowie einem großen oder nicht einzuschätzenden Befall muss immer der Kammerjäger bzw. Schädlingsbekämpfer gerufen werden. Nur so können Gesundheit, Bausubstanz und Nerven geschont werden.

Was ist ein Kammerjäger ?

Umgangssprachlich wird diese Bezeichnung für den Schädlingsbekämpfer verwendet. Der Schädlingsbekämpfer ist seit 2004 in Deutschland ein anerkannter Ausbildungsberuf. Manchmal wird der Schädlingsbekämpfer auch als Exterminator bezeichnet. Das Wort Kammerjäger kommt aus dem Mittelalter und bezeichnete die Haupttätigkeit: in der Kammer (Wohnung) nach Wanzen jagen. das heutige Berufsbild eines Schädlingsbekämpfers ist hingegen breit gefächert und hat nicht mehr mit der damailigen einfachen Tätigkeit zu tun.

Was kann ich vorbeugend gegen Schädlingsbefall tun?

Der sachkundige Schädlingsbekämpfer

Ist der Einsatz von Chemie nicht zu vermeiden, sollten Sie diese Arbeiten lieber einen Schädlingsbekämpfer (Kammerjäger) überlassen, da Sie mit der falschen Anwendung von Bioziden (Schädlingsbekämpfungsmittel) auch sich selbst und andere Mitbewohner schaden können. Schließlich sind Biozide Giftstoffe die Lebewesen abtöten sollen. Durch falsche oder unnötige Anwendungen können in der Wohnung gesundheitsbedenkliche Rückstände verbleiben und die Gesundheit aller Mitbewohner belasten oder sogar schädigen!

Ein weiteres Problem ist, dass Sie dann nur kurzfristig das Problem bekämpfen, da die Ursachen nicht nachhaltig behoben werden. So kann sich der Befall ausbreiten, da die Schädlinge in bislang nicht befallene Bereiche vertrieben werden.

Sollte Ihr Haustier Flöhe haben, lassen Sie sich von ihrem Tierarzt über risikoarme Maßnahmen zur Umgebungsbehandlung in der Wohnung (Körbchen etc.) informieren. Der Einsatz von Präparaten gegen Flöhe im Wohnraum muss nicht immer erfolgen und sollte soweit es geht vermieden werden.

Wie finde ich einen sachkundigen Schädlingsbekämpfer?

Adressen von Schädlingsbekämpfungsfirmen in ihrer Nähe erhalten Sie beim Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (www.dsvonline.de) oder beim Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (www.vfoes.de).

Woran erkenne ich einen sachkundigen Schädlingsbekämpfer?

Fragen Sie nach!

Lassen Sie sich von der Fachkraft vor Ort die Prüfungsurkunde der Industrie und Handelskammer (IHK) vorlegen. Zumindest sollte ein Sachkundenachweis in dem entsprechenden Teilgebiet der Schädlingsbekämpfung vorgelegt werden können. Ist das nicht der Fall, so darf die Person nur in Begleitung eines erfahrenen Kollegen arbeiten, der seine Sachkunde nachweisen kann. Ein sehr guter Schädlingsbekämpfer sollte Ihnen zusätzlich Zertifikate über die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen zeigen können. Das Zusatzprädikat „tüv-geprüft“ gilt je 3 Jahre. Neben Sachkunde und Weiterbildung werden technische Standards und Arbeitsschutzbestimmungen der Firma geprüft.

Woran erkenne ich einen seriösen Schädlingsbekämpfer?

Ein seriöser Schädlingsbekämpfer nimmt erst das befallene Objekt in Augenschein bevor eine Kostenkalkulation macht. Pauschalangebote am Telefon sollten Sie eher skeptisch stimmen. Zudem gehört zu seiner Arbeit eine fundierte Beratung über die Ursachen und ihre Vermeidung, die der Schädlingsbekämpfer in Rechnung stellen muss.

Eine Vernebelung der gesamten Wohnung mit Schädlingsbekämpfungsmitteln ist nur in den seltensten Ausnahmefällen notwendig. Die Regel sollte immer eine gezielte Behandlung der zuvor identifizierten Schlupfwinkel der Schädlinge mit spezifisch wirkenden Mitteln sein.

Wichtige Informationen:

Telefonisch sollten Sie erfragen wer die Bekämpfung durchführt (Name der Firma und des Mitarbeiters vor Ort). Sie sollten auch angeben, um welche Art von Befall es sich handelt und das Bekämpfungsziel (in der Regel Tilgung des Befalls).

Der Schädlingsbekämpfer sollte Ihnen genau erklären womit er den Befall bekämpft (eingesetzte Präparate, Wirkstoffmenge und -konzentration, Anzahl der Behandlungen), wie und wann werden die gefährlichen Wirkstoffe wieder aus den Räumen entfernt (Dekontamination), welche Vorsichtsmaßnahmen Sie sollten treffen sollten (Hinweise zu Risiken und Sicherheitsregeln)und wie viel die Bekämpfung kosten wird.

Rechtliche Regelungen

Gewerbsmäßige Schädlingsbekämpfung benötigt eine Gewerbeanmeldung, die Anzeige beim Veterinäramt sowie einen Sachkundenachweis der Personen, die die Bekämpfung vor Ort durchführen. Sachkundig ist eine Person nach erfolgreicher Ausbildung zum Schädlingsbekämpfer, mit anerkanntem Abschluss als „Geprüfte(r) Schädlingsbekämpfer(in)“, mit der Prüfung zum Gehilfen oder Meister für Schädlingsbekämpfung.

Die drei Haupteinsatzbereiche für die Schädlingsbekämpfung sind der Gesundheitsschutz, der Holz- und Bautenschutz und der Pflanzen- und Vorratsschutz. Es kann auch jeweils eine Teilsachkunde für einen dieser Bereiche erworben werden.

Schädlinge werden allgemein in verschiedene Gruppen aufgeteilt:

Hygieneschädlinge

Schädlinge die Mensch und Tier gesundheitlichen Schaden zufügen z.B. einige Ratten, Mäuse, Fliegen und Schaben Arten

Vorratsschädlinge

Schädlinge die Lebens- und Futtermittel befallen z.B. einige Motten oder Käfer Arten

Materialschädlinge

Schädlinge die Materialien tierischen oder pflanzlichen Ursprungs schädigen z.B. einige Käfer Arten

Lästlinge

Schädlinge die überwiegend nur als lästig empfunden werden z.B. Ameisen oder Asseln

Parasiten

Schädlinge die Menschen und Haustiere stechen und sich von ihrem Blut ernähren z.B. Flöhe, Läuse oder Zecken

Objektschädlinge

Schädlinge die Objekte und Fassaden schädigen z.B. Tauben oder Holzwürmer

Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Schädlingen und mögliche Gegenmaßnahmen finden Sie auf den Internetseiten der Firmen in unserer Datenbank.